13. Saison 2022/2023

Theater Fürstenfeld,
Theater und Tanz für
Herz und Kopf

Erstklassige Aufführungen hervorragender Ensembles; Stücke, die Herz und Kopf bewegen und zur Diskussion anregen – „in der Theaterreihe gelingt es dem Veranstaltungsforum Saison für Saison wieder, ein ansprechendes Programm mit hochklassigen Gastspielen zu organisieren“, urteilt die Süddeutsche Zeitung. Auch in der Spielzeit 2022/23 gastieren im Veranstaltungsforum wieder fünf beeindruckende Produktionen ausgezeichneter Regisseure und Choreografen. Zu erleben sind zeitaktuelle Sozialdramen, hochästhetisches Tanztheater und klug adaptierte Bühnenklassiker. Wenige Abonnements mit einer Ersparnis von bis zu 30 Prozent der regulären Eintrittspreise sind noch beim Kartenservice Fürstenfeld kurzfristig zu erwerben, Einzelkarten gibt es auch unter im Webshop.


Kurzüberblick

Den Auftakt am Dienstag, den 18.10.22, macht die Compagnie Accrorap mit dem neuen Tanztheater-Stück „Les Autres“. Mit „Roots“ hat die Gruppe schon 2016 das Fürstenfelder Publikum begeistert. Kader Attou, Leiter der Kompanie, verbindet in seinen Aufführungen auf unnachahmliche Weise verschiedene Tanzstile und Kulturen.

Am Dienstag, den 20.12.22, zeigt das Schauspiel Hannover
„Ein Mann seiner Klasse“,
inszeniert von Lukas Holzhausen. Autor Christian Baron erzählt von skandalöser Armut in einem reichen
Land und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen.

Mit dem dreiteiligen Tanzabend „Bella Figura“ stellt sich am Donnerstag, 12.01.23, das Staatsballett Saarland als dritter Partner des Veranstaltungsforums im Rahmen des bundesweiten Projekts TANZLAND vor. Präsentiert werden Stücke von J. Kylán („Bella Figura“), D. Dawsons Hommage an die Ballets Russes („Faun(e)“) und S. Celis´„Antikhton“.

Am Dienstag, 04.04.23, kommt das Renaissance Theater Berlin mit seiner preisgekrönten Inszenierung „Fräulein Julie“ nach Fürstenfeld. Strindbergs 1888 entstandenes und damals als Skandal empfundenes Stück über den Kampf zwischen Mann und Frau, der zum Kampf mit sich selbst führt, zählt mittlerweile zu den Klassikern der modernen Beziehungsdramatik.

Zum Saisonabschluss bringt das Metropoltheater München am Dienstag, 09.05.23, das aktuelle Sozialdrama „Die Wahrheiten“ von L. Hübner und S. Nemitz nach Fürstenfeld. „Die Inszenierung von Jochen Schölch ist atemberaubendes, weil kompromisslos dem Ensemble maßgeschneidertes Schauspielertheater„, urteilt die Abendzeitung.

Fünf Vorstellungen und ein Auswahlstück der Neuen Bühne Bruck im Abonnement gibt es bereits ab 100 € / 70 € ermäßigt,
Einzelkarten ab 27 € / 14 € ermäßigt.
Letzte Abonnements und Karten erhältlich im Kartenservice Fürstenfeld im Veranstaltungsforum (Tel. 0 81 41/ 66 65 444), im Webshop unter https://fuerstenfeld.reservix.de, Kartenservice Amper-Kurier, Tel. 08141 / 501800, SW Kartenservice Germering, Tel. 089 / 840 21 28, ticket service Landsberg, Tel. 08191 / 91 74 12 sowie bei allen Reservix Vorverkaufsstellen. Ausführliche Informationen unter www.theater-fuerstenfeld.de


Theater Fürstenfeld
Compagnie Accrorap Les Autres
Dienstag, 18. Oktober 2022, 20.00 Uhr, Stadtsaal

Kader Attou, Leiter der Compagnie Accrorap, verbindet in seinen Aufführungen auf unnachahmliche Weise verschiedene Tanzstile und Kulturen. Dynamische Hip-Hop-Moves verwandeln sich in klassische Pirouetten, rasante Sprünge gehen über in sanfte Umarmungen,
aus virtuosen Bewegungsfolgen werden vieldeutige Körperbilder.
Mit „Roots“ hat die Gruppe schon 2016 das Fürstenfelder Publikum begeistert. Das neue Stück „Les Autres“ ist eine poetische Reise zwischen Traum und Wirklichkeit. Vor, hinter und zwischen beweglichen Säulen und durchlässigen Gazestoffen suchen die Tänzer in den anderen das eigene Ich. Ausgelassene Gruppen-choreografien wechseln mit zärtlichen Duetten, während Schatten-gestalten in Zeitlupe imaginäre Räume durchschreiten und sich
zwei Körper in einem zarten Kuss vereinen…

„Ein Tanztheater von einem anderen Stern. Elektrisierend und staunenswert. Das Publikum erhebt sich mit Riesen-Beifall.“ (Saarbrücker Zeitung)


Theater Fürstenfeld präsentiert das Staatstheater Hannover
„Ein Mann seiner Klasse
Dienstag, 20. Dezember 2022, 20.00 Uhr, Stadtsaal

Inszenierung: Lukas Holzhausen

Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und der Reflex, nichts nach außen dringen zu lassen, bloß nicht aufzufallen. Die Wutausbrüche des trinkenden Vaters sind unberechenbar und exzessiv, und doch hofft Christian immer, dass er bleibt. Er schaut auf zu dem Mann, der eine Waschmaschine alleine in den vierten Stock tragen kann und die Familie davor beschützt, im Kalkofen zu landen, dem Viertel, in dem die wohnen, denen es noch schlechter geht. Unter den abfälligen Blicken der Nachbarn scheint die Zukunft der Kinder bereits vorgezeichnet. Als die Mutter ernsthaft erkrankt, schreitet eine couragierte Tante ein und die Dinge beginnen sich zu verändern …

Autor Christian Baron blickt in seinem Debütroman zurück auf eine Arbeiterkindheit in Kaiserslautern, erzählt von skandalöser Armut in einem reichen Land und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen.

„Bewegend und wichtig“ (Neue Presse)

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2023


Theater Fürstenfeld präsentiert das Staatsballett Saarland
Bella Figura
Donnerstag, 12. Januar 2023, 20.00 Uhr

Choreografie: Jirí Kylián / David Dawson / Steijn Celis.
Mit dem dreiteiligen Tanzabend „Bella Figura“ stellt sich im Rahmen des bundesweiten TANZLAND-Projekts das Staatsballett Saarland als dritter Partner des Veranstaltungsforums vor. Wer in Italien etwas gelten will, kommt nicht umhin, stets eine ‚Bella Figura‘ zu machen, sich geschmackvoll zu kleiden, selbstbewusst aufzutreten und die Kunst der einnehmenden Kommunikation zu beherrschen. Auch im Bühnentanz kann man davon sprechen, dass es immer um die ‚Bella Figura‘ geht. Wer auf der Bühne steht, muss eine Choreografie spannungsvoll und ästhetisch präsentieren, in jeder Bewegung eine gute Figur machen.

In Jirí Kyláns titelgebenden Ballett „Bella Figura“ geht es nicht allein um eine ausdrucksstarke Darstellung. In diesem Stück, das seit seiner Uraufführung im Jahre 1995 zu den wirklich betörenden Werken der jüngeren Tanzgeschichte gehört, wollen die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Saarland auch die ganze Schönheit und Eleganz des Tanzes feiern.

Danach zeigt das Staatsballett David Dawsons preisgekröntes Duett „Faun(e)“, das 2009 anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Ballets Russes entstand und in seiner Urfassung mit dem legendären Tänzer Vaslav Nijinski 1912 eine tänzerische Revolution auslöste, weil er mit seinem archaischen Tanzstil und dem animalischen Liebesspiel zwischen einem Faun und sieben Nymphen radikal mit den Themen und dem Bewegungsvokabular des klassischen Balletts brach. Bezugnehmend auf die schizophrene Persönlichkeitsstruktur Nijinskis sieht Dawson in der Figur des Faun widerstreitende menschliche Wesenszüge und entwickelt so ein spannungsgeladenes, hochästhetisches Männer-Duett, in dem es um Liebe, Eitelkeit, Dominanz, Intimität, Androgynie und Identitätsfindung geht.

Das dritte Stück des Abends „Antikhthon“ basiert auf der gleichnamigen Musik des griechischen Komponisten Iannis Xennakis, die ursprünglich vom legendären Choreografen George Balanchine in Auftrag gegeben wurde und nun unter der choreografischen Leitung des Saarbrücker Ballettdirektors Steijn Celis seine tänzerische Uraufführung erlebt.

Gefördert durch Tanzland – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland e.V.


Theater Fürstenfeld prästentiert das Renaissance Theater Berlin
Fräulein Julie
Dienstag, 04. April 2023, 20.00 Uhr

Von August Strindberg / Regie: Torsten Fischer / Mit Judith Rosmair & Dominique Horwitz

Fräulein Julie, Tochter eines Grafen und Gutshofbesitzers, ist zwar privilegiert, würde aber am liebsten das enge Gefängnis der Standesgrenzen sprengen. Diener Jean träumt dagegen von sozialem Aufstieg und Prestige. Beide vereint die unbefriedigte Sehnsucht nach Freiheit, Liebe und das verzweifelte Streben nach Individualität. In der erregenden Atmosphäre der Mittsommernacht lassen sie sich auf ein gefährliches Liebesspiel ein, das zwischen Begehren und Abweisung, Macht und Ohnmacht oszilliert.

Strindbergs 1888 entstandenes und damals als Skandal empfundenes Stück über den Kampf zwischen Mann und Frau, der zum Kampf mit sich selbst führt, zählt mittlerweile nicht nur zu den meistgespielten Werken des schwedischen Schriftstellers, sondern auch zu den Klassikern der modernen Beziehungsdramatik überhaupt.

Judith Rosmair: Ausgezeichnet als Schauspie­lerin des Jahres 2007 in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute. Rosmair studierte Tanz in NYC und Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Bochum, am Thalia Theater Hamburg und an der Schaubühne Berlin, seit 2012 arbeitet Rosmair frei. Dominique Horwitz: Der in Paris geborene Charakterdarsteller zog als Jugendlicher mit seiner Familie nach Berlin. Mit 19 Jahren erhielt er sein erstes Schauspiel-Engagement in der TV-Produktion „Eine Jugendliebe“. Es folgte mit Peter Lilienthals preisgekröntem Film „David“ seine erste Kinoproduktion. Seitdem spielte er Hauptrollen in so wichtigen Filmen wie „Stalingrad“ (Regie: Josef Vilsmaier), „Stammheim“, „Nachtgestalten“ oder „Strayk – Die Heldin von Danzig“ (Regie: Volker Schlöndorff).

„Wie Judith Rosmair als Julie ihr schauspielerisches Repertoire ausbreitet, ist einfach großartig. (…) Eine äußerst feine und nuancenhafte schauspielerische Leistung der Extraklasse. Passend dazu verkörperte Dominique Horwitz den Gegenpart, den Menschen, der vom Leben weniger mitbekommen hat als Julie. (…) Ein großartiger Theaterabend. (Westfälische Rundschau)


Theater Fürstenfeld präsentiert das Metropoltheater München
Die Wahrheiten
Dienstag, 09. Mai 2023, 20.00 Uhr

Von Lutz Hübner und Sarah Nemitz / Regie: Jochen Schölch / Mit Michele Cuciuffo, Katharina Müller-Elmau, Leo Reisinger, Mara Widmann

Jana und Erik beenden ihre 17-jährige Freundschaft zu Sonja und Bruno per SMS und mit sofortiger Wirkung. Es möge bitte keine Nachfragen geben, man wolle die Entscheidung nicht weiter diskutieren. Nach den ersten Momenten der Fassungslosigkeit, Ungläubigkeit und Wut, beginnen Sonja und Bruno nach den möglichen Gründen zu suchen: Während Sonja Sorge hat, sie könnte Jana mit dem kürzlichen Anvertrauen eines Geheimnisses überfordert haben, ist sich Bruno sicher, man solle abgelegt werden, weil man nach Jahren der, auch finanziellen, Unterstützung, nun schlichtweg nicht mehr gebraucht werde. Erik hört unterdessen gerade von Jana, wie Bruno sie einst auf einem ihr von ihm vermittelten Coachingseminar für Führungskräfte nicht nur vor Mobbing und sexuellen Belästigungen der männlichen Seminarteilnehmer nicht beschützt, sondern sie vielmehr noch aufgefordert hat, das Ganze doch einfach mal etwas lockerer zu sehen. In der sich nun schlagartig in Gang setzenden Kommunikationslawine, die mal humorvoll, mal knallhart über die Protagonisten und uns rollt, erfahren wir nach und nach, jeweils aus Sicht des Erzählenden, von immer mehr Ereignissen und Zusammenhängen, die die Freundschaft der beiden Paare jahrelang und oftmals ohne Wissen der Beteiligten bestimmt und nun zum endgültigen Bruch geführt haben.

„Die Inszenierung von Jochen Schölch ist atemberaubendes, weil kompromisslos dem Ensemble maßgeschneidertes Schauspielertheater.“ (Abendzeitung)

„Tempo, Timing, Tonfall – wie allerfeinste Zahnrädchen greifen
sie an diesem Abend ineinander. (…) Ohne Frage: Es sind intensive 100 Minuten, keinen Moment verliert sich die Spannung auf der Bühne.“ (Süddeutsche Zeitung)

Der Theaterverein wünscht Ihnen allen wieder anregende, berührende und bereichernde Stunden im Theater Fürstenfeld!

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